Figuren

aus Christina Geiselharts historischen Romanen

Lea

Tochter einer Wäscherin und eines Säufers entflieht knapp sechzehnjährig dem Elternhaus durch Heirat mit dem Verhörvollstrecker Karl. Widerwillig bringt sie fünf seiner Kinder zur Welt. Das sechste jedoch ist die Frucht eines Unbekannten. Als Philippine fünf Jahre alt ist, hat Lea ihr armseliges Leben satt. Sie bringt eine ihrer Töchter um und lässt die andere an einer Krankheit krepieren. Sie wird zur Hure und schließlich zur Hurenmutter, indem sie vernachlässigte Mädchen aufgabelt. Von Hass, Geldgier und Rache geleitet zwingt sie auch ihre älteste Tochter Frieda zur Prostitution. Erst nach Jahren, nachdem sie in ihrem Bordell dem Sanculottenführer Alberto die Kehle durchschnitten hat, kommt sie zur Besinnung. Da sie schreiben kann, verfasst sie im Kerker ihre Lebensgeschichte und betet zu Gott. Dass sie von der Guillotine verschont bleibt, sieht sie als göttliches Zeichen und tritt ins Kloster ein.

Eine fiktive Figur aus Die Bluthunde von Paris

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